Zu
Zur Person von André Werske

Über mich

André Werske

Meine Hauptleidenschaft ist die Eisenbahn. In erster Linie interessiere ich mich vor allem für Hochgeschwindigkeitszüge. Die Kombination aus ansprechendem Design, modernster Technik und hoher Geschwindigkeit zieht mich immer wieder in ihren Bann. Kein Wunder, dass ich mich gedrängt fühlte, eine Website über die schnellsten Züge der Welt zu erstellen.

In Würzburg bin ich schon immer gerne Straßenbahn gefahren. Das Interesse wuchs mit der Inbetriebnahme der Linie 5 und den damals neuen GTE-Zügen. Als 1996 die GTN-Züge anrollten, war ich endgültig zum Straßenbahnfreund mutiert. So entstand Ende der Neunziger eine eigener Internetauftritt über die Straba.

Mein drittes Hobby ist der Computer — es interessiert mich einfach alles. Besonders faszinierend finde ich Betriebssysteme, die digitale Bildbearbeitung und das Internet.

Zu guter Letzt sei auf diesen Blog hingewiesen. Dort veröffentliche ich ab und zu ein paar Zeilen zu Themen, die mich gerade beschäftigen und informiere, was es Neues auf meinen Seiten gibt.

Impressum

André Werske — E-Mail: info|at|hochgeschwindigkeitszuege.com
Hinweis: Bitte ersetzen Sie die Zeichenfolge |at| durch @. Sie können auch gerne das Kontaktformular mit kryptografisch gesichertem Mailversand auf meiner Website über die schnellsten Züge der Welt verwenden. Oder laden Sie sich meinen öffentlichen Schlüssel für GnuPG/PGP herunter, um mir eine verschlüsselte E-Mail zu senden.

Ältere Artikel

DSGVO

25.05.2018

Grundsätzlich befürworte ich den Schutz der Privatsphäre und den Datenschutz. Dieser nimmt mit der europäischen DSGVO und dem Ende der zweijährigen Übergangszeit einen wichtigen Schritt vorwärts gegen die Datensammelwut von Datenkraken, sorgloser Verwendung sowie unkontrollierter Weitergabe von personenbezogenen Daten.

Als Betreiber mehrerer privater Websites dachte ich, dass mich das Thema DSGVO nur am Rande beschäftigen würde, schließlich hatte ich ja keine personenbezogenen Daten gesammelt. Nur beim Newsletterdienst hatten sich rund 50 Personen mit ihrer E-Mail-Adresse im double-opt-in-Verfahren registriert. Es war jedoch deutlich mehr nötig, als lediglich eine Datenschutzerklärung mit einem Generator zusammen zu klicken und einzubinden. Zum einen musste erheblich mehr Transparenz geschaffen werden, wie und zu welchem Zweck Daten, die der User bzw. Besucher eingeben kann, verwendet werden. Zum anderen baute ich zusätzliche Verschlüsselungsmechanismen ein, die mehr Sicherheit bieten sollen. Zu guter Letzt sah ich mir alle Fotos auf den Websites an und verpixelte im Nachhinein viele Gesichter abgebildeter Personen, was sich als äußerst mühsam und zeitintensiv herausstellte. Sicherheitshalber entfernte ich den Newsletterdienst und die darin gespeicherten Namen und E-Mail-Adressen — zum Versenden von Newslettern kam ich in den letzten Jahren sowieso nicht mehr. Nun denke ich, dass meine Webpräsenzen den Forderungen der EU-Verordnung entsprechen.

Wenn ich allerdings die "Anfangszeit" des Internets, wie ich es selbst ab 1995 erlebt habe und mitgestalten durfte, mit diesem Medium in der heutigen Zeit vergleiche, merke ich, wie im Laufe der letzten Jahre der Spaßfaktor litt und die Freude am und im Internet merklich nachgelassen hat. Damals™ war alles einfacher, unkomplizierter, freier, vielfältiger und mehr Miteinander. Heute wird viel mehr reglementiert, gefordert und eingeschränkt.

Ich glaube, ich sollte dazu mal ein paar Beispiele geben, damit man weiß, was ich meine. 1996 startete ich mit der Website über die Würzburger Straßenbahn. Innerhalb kürzester Zeit verlinkte man zu anderen Hobby-Straßenbahnern, tauschte Fotos und Informationen aus und wuchs zu einer Internetgemeinschaft zusammen. Nach 2002 verschwanden viele private Websites über Bahnthemen, wie die damals exzellente Website byun byun Shinkansen von Dave Fossett beispielsweise. Kontakte schliefen ein und es kam immer weniger Konstruktives seitens der Websitebesucher. Auch technisch änderte sich ständig etwas, dem ich mich auch nicht verschließen wollte und konnte. Doch als schließlich Macromedia bzw. Adobe Flash dem Untergang geweiht wurde, war ich mehr als enttäuscht. Schließlich hatte ich für viel Geld die Multimedia-Software, Bücher und Videotrainings gekauft, um interaktive Streckennetzkarten, auf denen Hochgeschwindigkeitszüge verkehren, zu erstellen. Seit einigen Jahren heißt die Devise "mobile first". Wieder soll ich meine Website umbauen, ständig technisch auf dem aktuellen Stand halten. Nachdem Google responsive Websites besser rankt als "Desktop-Versionen", wie meine es noch sind, werde ich wieder gezwungen, Zeit und Energie für Änderungen an der Technik zu investieren. Zeit für den Content habe ich in meiner begrenzten Freizeit kaum mehr.

Oder nehmen wir das Thema "Fotografieren". Früher™ waren alle begeistert, wenn Eisenbahn-Enthusiasten kostenlose Werbung für die Bahnbetreiber und die Bahnhersteller machten. Gegen das Fotografieren hatte in den 80ern und 90ern niemand etwas. Heute komme ich mir wie ein Krimineller vor, wenn ich mal mein Foto / Handy zücke, um etwas aufzunehmen. Ein Beispiel: Als ich 1996 in Paris war, konnte man sich problemlos mit den TGV-Fahrern unterhalten und wenn ich fragte, ob ich mal in den Triebkopf kommen und ein Foto machen dürfe, wurde es mir so gut wie nie verwehrt. Begeistert führten die Fahrer mir stolz ihren Arbeitsplatz vor. Das gleiche erlebte ich in Italien und in Deutschland. 2005 war es in Frankeich bereits "strikt verboten", den Führerstand zu betreten oder gar zu fotografieren. 2007 durfte ich nicht mehr durch die abgestellten TGV-Züge in Paris-Nord gehen und die leeren Züge von innen fotografieren, Außenaufnahmen waren aber erlaubt. Als ich 2016 wieder in Paris war, galt absolutes Fotografierverbot in Gare du Nord. Selbst im Provinzbahnhof "TGV Haute Picardie" war Fotografieren verboten, wobei das Personal nach einem netten Gespräch beide Augen zudrückte und ich eine Genehmigung erhielt. Auch in Spanien 2013 war ich vom "good-will" des Bahnpersonals abhängig, weil das Fotografieren eigentlich verboten war.

Privatpersonen, die als Beiwerk mit fotografiert werden, meckern erst seit den letzten zwei Jahren, dass ich das unterlassen soll. Vor einem Monat riss in Würzburg die Oberleitung. Als der Werkswagen anrollte, brüllte mich aus diesem ein Mitarbeiter an, dass das Fotografieren verboten sei. Naja, als ich ihm gegenüber kurze Zeit später Verständnis für den Schutz seiner Persönlichkeitsrechte äußerte, bestätigte er, dass er keine Lust habe, bei bzw. in Facebook zu landen. Er war nun wie umgewandelt und erklärte mir ausführlich, wie die Reparatur ablaufen wird — eigentlich ein netter Kerl, dachte ich mir.

Die DSGVO wird die Lage für Hobby-Eisenbahn-Fotografen noch deutlich verschärfen. Die Gesetzeslage ist so unklar, dass man Abmahnungen riskiert, wenn man Aufnahmen von Zügen am Bahnsteig macht, auch wenn die Menschen nur "Beiwerk" sind. Mir vergeht schon seit längerer Zeit die Lust am Fotografieren, weil man oft angeraunzt wird oder jemand einem mit dem Zeigefinger droht. Man kommt sich inzwischen wie ein Straftäter vor. Umso mehr freue ich mich, dass das Personal der Würzburger Straßenbahn noch so offen für meine Straßenbahn-Passion ist und mir bisher keine Steine in den Weg gelegt hat — ganz im Gegenteil! Vielen Dank dafür!


Kommentare zu diesem Thema

Es sind keine Kommentare vorhanden!

Mein Kommentar dazu:


Name:
E-Mail:
Mein Kommentar:



Hinweis zum Datenschutz

Sie können den Kommentar auch ohne Nennung von Name oder E-Mail-Adresse abgeben. Nach dem Absenden Ihres Kommentars wird der Websitebetreiber per E-Mail über einen neuen Kommentar im Blog informiert. Zu dieser Zeit wird Ihr Kommentar jedoch noch nicht freigeschaltet sein. Nach dem Sichten und ggf. Freischalten des Kommentars werden Ihr Name — sofern angegeben – als auch Ihr Kommentar dauerhaft unter dem jeweiligen Artikel zu sehen sein. Ihre E-Mail-Adresse wird jedoch NICHT angezeigt. Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt Ihren Kommentar widerrufen wollen, senden Sie mir bitte eine E-Mail an info|at|hochgeschwindigkeitszuege.com. Vielen Dank.