Zu
Zur Person von André Werske

Über mich

André Werske

Meine Hauptleidenschaft ist die Eisenbahn. In erster Linie interessiere ich mich für Hochgeschwindigkeitszüge. Die Kombination aus ansprechendem Design, modernster Technik und hoher Geschwindigkeit zieht mich immer wieder in ihren Bann. Kein Wunder, dass ich mich gedrängt fühlte, eine Website über die schnellsten Züge der Welt zu erstellen.

In Würzburg bin ich schon immer gerne Straßenbahn gefahren. Das Interesse wuchs mit der Inbetriebnahme der Linie 5 und den damals neuen GT-E-Zügen. Als 1996 die GT-N-Züge anrollten, war ich endgültig zum Straßenbahnfreund mutiert. So entstand Ende der Neunziger ein eigener Internetauftritt über die Straba.

Mein drittes Hobby ist der Computer — es interessiert mich einfach alles. Besonders faszinierend finde ich Betriebssysteme, die digitale Bildbearbeitung und das Internet.

Zu guter Letzt sei auf diesen Blog hingewiesen. Dort veröffentliche ich ab und zu ein paar Zeilen zu Themen, die mich gerade beschäftigen und informiere, was es Neues auf meinen Seiten gibt.

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André Werske — E-Mail: info|at|hochgeschwindigkeitszuege.com
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20 Jahre Mac OS X — Danke für die schönen Jahre

27.03.2021

Am 24. März 2001 kam Mac OS X 10.0 in den Handel. Zum 20-jährigen Jubiläum wird in der Presse ausführlich über dessen Entwicklungsgeschichte geschrieben. An dieser Stelle möchte ich gerne meine persönliche Sicht auf Mac OS X wiedergeben, welche Highlights und Schwachstellen mir in der täglichen Nutzung bis heute aufgefallen sind und was ich mir von Apple für die nächsten Betriebssystem-Generationen wünsche.

Im Herbst 1999 machte ich eine Ausbildung als Mediengestalter und kam im Ausbildungsbetrieb das erste Mal mit Rechnern von Apple in Kontakt. Damals lief Mac OS 8.6 auf den Macintosh-Computern. Die Arbeit mit diesem Betriebssystem war, gelinde gesagt, eine Zumutung. Praktisch jeden Tag crashte meine Maschine, weil Photoshop oder QuarkXPress einfroren. Wehe, man hatte seine Arbeit nicht alle 10 Minuten zwischengespeichert! Missing Traps oder das berühmt-berüchtigte Bombensymbol machten mich fuchsig. Speicherschutz und präemptives Multitasking, wie ich es von Windows NT4 oder Windows 2000 kannte und ich für die damalige Zeit als selbstverständlich erachtete, gab es nicht. Die Querelen mit Mac OS 8 und später 9 waren der Hauptgrund, mir privat niemals einen Mac zulegen zu wollen.

Anfang 2001 war ich mit meinen Kollegen bei einer Präsentation von Mac OS X zugegen. Was ich dort sah, begeisterte mich enorm, denn endlich waren die Nachteile vom klassischen Mac OS passé. Während ich innerlich jubelte, meinten meine Arbeitskollegen, dass es ja wie Windows sei und Apple das Genick brechen würde. Ja von wegen!

Leider (oder zum Glück) war bis Mitte 2002 nichts von Mac OS X in der Firma zu sehen. Erst mit dem Erscheinen von Mac OS X 10.2 alias Jaguar hielt das neue Betriebssystem von Apple bei uns Einzug. Damit zu arbeiten war jedoch untersagt und nur der Admin sowie mein damaliger Chef durften das gute Stück ausprobieren. Denn die Kunden klammerten sich immer noch krampfhaft am ollen QuarkXPress 5.0 fest, das nur unter dem klassischen OS lief. Freilich gab es damals innerhalb von OS X noch die Classic-Umgebung, aber das war für uns keine Option. Erst als die meisten auf InDesign geswitcht waren, führten wir flächendeckend Mac OS X 10.4 „Tiger“ ein. Endlich!

Im Oktober 2006, nach dem Wechsel von PowerPC-Prozessoren auf Chips von Intel, kaufte ich mir meinen ersten Mac, auf dem Tiger vorinstalliert war. Mich beeindruckte nicht nur die schicke Oberfläche, sondern auch Features wie Spotlight, Exposé, das Dashboard sowie der Automator. Windows XP und später Vista wirkten dagegen veraltet. Da ich jedoch massenhaft Windows-Programme mein Eigen nannte, war und sind bis heute immer Mac OS X und Windows parallel installiert – via Bootcamp oder Parallels Desktop.

Am ersten Tag, als Mac OS X 10.5 mit dem Codenamen „Leopard“ in den Regalen stand, kaufte ich mir das neue Betriebssystem von Apple in seiner durchgestylten Verpackung. Ganz klasse fand ich das „Backup-Programm“ Time Machine, was seinesgleichen suchte und mega gut aussah. Nun war die Benutzeroberfläche einheitlich und vom unsympatischen Brushed-Metal-Design bereinigt. Außerdem konnte man endlich die Listenansicht global voreinstellen.

Die nächste Version, Snow Leopard, erschient im August 2009. Für einen Spottpreis von nur 29 Euro kaufte ich mir sofort das OS X 10.6. Es ist die letzte Version, in der noch PowerPC-Applikationen unter Rosetta laufen können. An Snow Leopard gefiel mir die Performance und die herausragende Stabilität. Jahrelang war dies mein Lieblings-OS. Das kam übrigens auch mit meinem nächsten Mac von 2011.

Mit Lion konnte ich mich nicht so anfreunden. Das Lutschbonbon-Design der Buttons und Laufleisten fiel weg und die Grafikperformance ging bei meinem Mac von 2006 in den Keller. Dafür war endlich eine Vollverschlüsselung an Bord – DAS Argument, doch zügig auf die neueste Version zu aktualisieren. Mountain Lion (OS X 10.8) saß ich aus, ebenso Mavericks (OS X 10.9). Erst mit Yosemite wagte ich ein Upgrade, von dem ich alles andere als enttäuscht war. Die neue Benutzeroberfläche sagte mir spontan zu und bei mir lief OS X 10.10 äußerst performant. Neue Features, die jedes Upgrade so mit sich bringt, nutzte ich kaum. El Capitan (OS X 10.11) hatte ich nur auf Arbeit installiert gehabt. Privat sattelte ich 2018 auf Sierra, also Version 10.12 um – aber nur, weil viele Programme ältere Systeme nicht mehr unterstützten. Das ist noch heute meine höchste Version, die ich privat einsetze. Diese Maschine hängt allerdings aus Sicherheitsgründen nicht mehr am Netz.

Spätestens mit MacOS Catalina (10.15) läuft nahezu meine komplette Softwaresammlung nicht mehr, auch nicht die letzte Kaufversion der Adobe Creative Suite, die ich mein Eigen nenne; die 32-Bit-Unterstützung fiel weg. Außerdem sind lieb gewonnene Features wie der Automator und das Dashboard inzwischen entfernt worden. Und überhaupt: Nur die letzten drei Versionen von MacOS erfahren Updates und nur die letzten drei Version werden von aktueller Software unterstützt. Das heißt: Ich investiere doch nicht tausende von Euros in einen Rechner, für dessen aktuelles OS nur drei Jahre Support gewährleistet ist. Und die ständigen Transitions bzw. das häufige Abschneiden alter Zöpfe, machen meine „alte“ Software jedes Mal obsolet. Unter dem aktuellen Windows 10 20H2 laufen dagegen meine Adobe CS 5.5 sowie mein Microsoft Office 2007 noch heute anstandslos.

Und das wäre schon mein einziger Wunsch für künftige MacOS Versionen: langer Support mit Sicherheitsupdates, und seitens der Hersteller, dass auch ein über fünf Jahre altes MacOS noch unterstützt wird. Da es Apple und andere Software-Schmieden aber nicht können oder wollen, bin ich inzwischen wieder zu Windows und Linux im Dualboot gewechselt. Aber danke, Apple, für die schönen Jahre, die ich mit Mac OS X hatte!


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